Sind Sie abhängig von legal verschriebenen Schmerzmitteln?

OPIOSTOP GEGEN SCHMERZMITTELABHÄNGIGKEIT

Opiatabhängigkeit resultiert nicht immer aus einem illegalen Drogenkonsum, sondern kann auch als Folge einer kontinuierlichen, legal verschriebenen Schmerzmittel-Einnahme entstehen. Diese Art der Abhängigkeit hat in den letzten Jahren extrem zugenommen.

Ursachen

Zur Behandlung von extremen Schmerzzuständen ist der Einsatz von stark wirksamen Opiaten und Opioiden wie Morphium oder Fentanyl meist unumgänglich. Auf Notfallstationen, in Operationssälen und bei Ambulanz-Einsätzen ist dies tägliche Routine und bei kurzer Anwendung unproblematisch. Anders sieht das bei chronischen Schmerzzuständen oder einer langwierigen Schmerzkrankheit aus. Oft greifen Ärzte hier auf die Verabreichung von Opiaten zurück, um Schmerzen von Patienten zu lindern.

 

Durch die längere Anwendung erfolgt jedoch bald eine Toleranzentwicklung, in Zuge derer eine immer höhere Dosis an Schmerzmittel verabreicht werden muss, um denselben Effekt zu erzielen.  Diese Einnahme von Schmerzmitteln ist also völlig legal, führt aber längerfristig meistens zur Schmerzmittelabhängigkeit. 

Bei Schmerzmittelabhängigkeit sind folgende Symptome typisch:

  • unkontrollierbarer Drang, Schmerzmittel einzunehmen

  • abnehmende Kontrollfähigkeit bezüglich Zeitpunkt und Menge der Einnahme

  • Entzugserscheinungen, wenn Schmerzmittel-Dosis reduziert wird, z. B.: Krämpfe, Zittern, Schweissausbrüche, Kopfschmerzen, depressive Stimmung oder gar Angst- und Panikattacken. 

  • Toleranzentwicklung: anhaltende und nur leicht gedämpfte Schmerzen trotz Höchstdosen von Opiaten.

  • Stimmungsschwankungen und chronische Müdigkeit

  • Vernachlässigung von Pflichten, z.B. Berufsleben

  • Vernachlässigung der Interessen und Veränderung der Persönlichkeit

  • Eine oft eindrückliche Schmerzüberempfindlichkeit am Ort des ursprünglichen Schmerzgeschehens. Eine Steigerung der Opiatdosis bringt keine Schmerzlinderung, sondern im Gegenteil eine Verstärkung des Schmerzes. Dieses Phänomen nennt man opioidinduzierte Hyperalgesie. 

Bei Nicht-Behandlung von Schmerzmittelabhängigkeit kann drastische, langfristige Folgen mit sich ziehen. Einige Beispiele hier sind Konzentrationsstörungen, psychische Erkrankungen, Schlafstörungen und Vereinsamung durch soziale Abschottung.

 

Hilfe bei Schmerzmittelabhängigkeit

Betroffene, die über lange Zeit Schmerzmittel eingenommen haben, finden selten allein aus der Abhängigkeit heraus. Herkömmliche Entzugstherapien, bei denen der Schmerzmittel-Konsum schrittweise reduziert wird, sind mit starken Entzugserscheinungen wie innere Unruhe, Angst, Verspannung und Schlaflosigkeit verbunden. So stark, dass zwar eine gewisse Dosisreduktion, aber leider kompletter Konsum-Stopp häufig nicht erreicht werden kann.  

 

Anders die OPIOSTOP-Behandlung: Diese Methode ermöglicht im Gegensatz zu herkömmlichen Entzugstherapien einen stark verkürzten Ausstieg aus der Schmerzmittelabhängigkeiten ohne schmerzhafte Nebenwirkungen.

OPIOSTOP: Erfolgreich bei Schmerzmittelabhängigkeit

Die OPIOSTOP-Behandlung ist eine stark verkürzte, auf den Patienten individuell angepasste Entzugs-Behandlung, bei der Opioiderezeptoren im Gehirn blockiert und damit das typische “Craving”, das Verlangen nach Konsum, fast vollständig aufgelöst wird.

 

Der Eingriff geschieht unter Vollnarkose und ist zur Behandlung von Opiatabhängigkeit geeignet, die aufgrund von chronischen Schmerzzuständen oder einer Schmerzkrankheit entstanden ist.

Im Verlauf der letzten Jahre wurden am Spital Interlaken durch Dr. med. P. Manndorff neben zahlreichen drogenabhängigen bereits über 20 opioidabhängige Patienten erfolgreich von ihrer Schmerzmittelabhängigkeit befreit. Ein freies, unbelastetes Leben ohne Schmerzmittel-Konsum ist also auch ohne schmerzhafte Nebenwirkungen möglich. 

 

Eignet sich die Behandlung für Sie?

Sowohl Betroffene als auch Angehörige dürfen jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen, um sich unverbindlich über das Verfahren zu informieren. Gerne beantworten wir Ihre Fragen. 

Interessieren Sie sich bereits konkret für den Opiatentzug unter Narkose? Um festzustellen, ob Sie sich für die OPIOSTOP-Behandlung eignen, können Sie unseren ärztlichen Fragebogen ausfüllen, damit wir Ihre Situation realistisch einschätzen können.

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